Es war einmal ein König in Irland, der hatte drei Söhne und eine Tochter … An einem strahlenden Sonnentage war die Jungfrau draußen im Sommerhaus und kämmte ihr Haar. Sie achtete nicht darauf, wo sie sich befand, bis ein Kerl von einem Riesen mit fünf Köpfen, fünf Schöpfen und fünf Hälsen kam. Der steckte bloß den Finger unter Ihren Gürtel, hob sie auf und entführte sie.
- Georgien
Willkommen im Märchenforum Hamburg
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Wir sind ein Zusammenschluss von MärchenerzählerInnen und MärchenliebhaberInnen in Hamburg und im norddeutschen Raum mit dem Ziel der Verbreitung und Pflege der klassischen Volksmärchen aller Länder.
Sie suchen eine Märchenerzählerin oder einen Märchenerzähler für Ihre Veranstaltung? Interessieren Sie sich für Erzählabende, Seminare und Veranstaltungen rund um das Thema Märchen? Gerne beantworten wir Ihre Fragen. Nehmen Sie sich die Zeit, uns kennen zu lernen, nehmen Sie sich die Zeit, durch unsere Seiten zu blättern. Wir freuen uns, wenn Ihre Neugierde auf Märchen geweckt wird. |
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erzählt
Blumenmärchen
„Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an, als Salomonis Seide.“ So steht es in dem beliebten Sommerlied “Geh aus mein Herz und suche Freud“, gedichtet von Paul Gerhardt, der am 27. Mai vor 350 Jahren gestorben ist.
An der Freude über die Schönheit der Blumen möchten wir uns beteiligen. Zwölf Erzählerinnen des Märchenforums schenken Ihnen einen Strauß mit Blumenmärchen aus aller Welt. Man sagt etwas „durch die Blume“; durch die Märchen erzählen wir etwas von uns, den Menschen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Zuhören.
An der Freude über die Schönheit der Blumen möchten wir uns beteiligen. Zwölf Erzählerinnen des Märchenforums schenken Ihnen einen Strauß mit Blumenmärchen aus aller Welt. Man sagt etwas „durch die Blume“; durch die Märchen erzählen wir etwas von uns, den Menschen. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Zuhören.
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Karola Herz erzählt "Warum der Mohn blutrot ist" (Rumänien)
Anja Walbaum erzählt "Die Rose und die Nachtigall" (Siebenbürgen)
Jana Raile erzählt "Schneeweißchen und Rosenrot" (Deutschland / Brüder Grimm)
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Sigrid Nolte Schefold erzählt "Die Rose und der Musikant" (Siebenbürgen)
Frauke Pöhlsen erzählt „Warum sich die Sonnenblume zur Sonne dreht“ (Armenien)
Marietta Rohde erzählt "Die singende Lilie" (China) / Image by Ralphs_Fotos from Pixabay
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Marion Hellmann erzählt "Von dem Sommer- und Wintergarten" (Deutschland / Brüder Grimm)
Isa van Thasie erzählt "Die Glockenblume" (Deutschland)
Margarethe Dornemann erzählt "Die Mohn- und die Kornblume" (Deutschland)
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Hanna Schilling erzählt "Die blaue Rose" (China) / Bild: Ulrike Decke
Annette Busch erzählt "Die Päonien" (China)
Catharina Lentes erzählt "Die weiße Sternenrose" (Kanada)
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Die Wahrheit und das Märchen
(jüdisches Märchen)
Die Wahrheit ging durch die Straßen der Stadt, ganz nackt, wie am Tage ihrer Geburt. Kein Mensch wollte sie in sein Haus einlassen. Jeder, der sie traf, flüchtete voller Angst vor ihr. Da war die Wahrheit betrübt und verbittert.
Als sie eines Tages wieder einmal in Gedanken versunken durch die Straßen ging, begegnete sie dem Märchen. Das Märchen war geschmückt mit prächtigen bunten Kleidern, die jedes Auge und jedes Herz entzückten.
„Sei gegrüßt, verehrte Freundin Wahrheit“, sagte das Märchen, „warum bist du so bedrückt und treibst dich allein auf den Straßen herum?“ - „Es geht mir schlecht, ich bin alt, kein Mensch will mich kennen, keiner mag mich“, antwortete die Wahrheit.
Da sprach das Märchen: „Nicht weil du alt bist, lieben dich die Menschen nicht. Auch ich bin sehr alt, und je älter ich werde, desto mehr lieben mich die Menschen. Höre, ich will dir das Geheimnis der Menschen enthüllen: sie mögen es, wenn jemand geschmückt ist, schön gekleidet und hübsch anzusehen ist. Komm mit, ich werde dir meine herrlichen Kleider borgen, und du wirst sehen, die Leute werden auch dich lieben.“
Die Wahrheit befolgte diesen Rat und schmückte sich mit den Kleidern des Märchens. Und seitdem gehen Wahrheit und Märchen zusammen, und beide sind bei den Menschen beliebt.
Als sie eines Tages wieder einmal in Gedanken versunken durch die Straßen ging, begegnete sie dem Märchen. Das Märchen war geschmückt mit prächtigen bunten Kleidern, die jedes Auge und jedes Herz entzückten.
„Sei gegrüßt, verehrte Freundin Wahrheit“, sagte das Märchen, „warum bist du so bedrückt und treibst dich allein auf den Straßen herum?“ - „Es geht mir schlecht, ich bin alt, kein Mensch will mich kennen, keiner mag mich“, antwortete die Wahrheit.
Da sprach das Märchen: „Nicht weil du alt bist, lieben dich die Menschen nicht. Auch ich bin sehr alt, und je älter ich werde, desto mehr lieben mich die Menschen. Höre, ich will dir das Geheimnis der Menschen enthüllen: sie mögen es, wenn jemand geschmückt ist, schön gekleidet und hübsch anzusehen ist. Komm mit, ich werde dir meine herrlichen Kleider borgen, und du wirst sehen, die Leute werden auch dich lieben.“
Die Wahrheit befolgte diesen Rat und schmückte sich mit den Kleidern des Märchens. Und seitdem gehen Wahrheit und Märchen zusammen, und beide sind bei den Menschen beliebt.
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